Tolle Dinge in Deutschland

Im Juli waren wir auf Deutschlandbesuch. Dort sind mir natürlich viele gute Dinge aufgefallen. Gute Dinge, die es teilweise nur dort gibt, und sicher nicht in Mexiko:

  • Sauberes und leckeres Wasser direkt aus der Leitung
  • Lecker Brötchen
  • Filterkaffee
  • Lecker Bier
  • Döner Kebap
  • Stille
  • Waldwege
  • Sofortwarme Duschen
  • Lecker Brot
  • Lecker Kuchen
  • Bier auf der Straße trinken
  • Öffentliche Mülleimer
  • Zwiebelmett

Was es nicht gibt:

  • Essensstände im Park

Too Good To Be Good

This New York Times article makes some very good observations hat are not only true for the "upscale Polanco neighboorhood":

Waiters will grab a plate from under your fork.

[…]

30 servers searched for someone to serve among the restaurant’s 15 diners.

[…]

In other words: Behind every obsequious waiter is an arrogant customer.

Some interesting information I didn't know before but, judging from my own observations, have no doubt are true:

The World Economic Forum says Mexico has the second highest level of income inequality among 35 nations in the Organization for Economic Cooperation and Development. The 10 percent of Mexico’s population with the highest income use more than one-third of the nation’s resources, while the bottom 10 percent use less than 2 percent.

That's one crazy country.

Hard To Handle

Napster war super. Napster war für mich die glorreiche Zeit der Musikentdeckungen. Durch die Suche nach Cover-Versionen habe ich viele großartige Künstler erst kennengelernt. Nach einer langen Durststrecke post-napster machen dies heute Spotify & Co wieder möglich. Dennoch war die Zeit speziell.

Meine Lieblingsgeschichte ist, wie einmal in der Harald Schmidt Show Sasha zu Gast war (der später unter dem Namen Dick Brave berühmt werden sollte). Zum Abschluss der Sendung sang er mit der Studioband den Song "Hard To Handle". Es war großartig.

Sasha ist es also zu verdanken, dass auch ich Otis Redding kennenlernte:

Es kann gut sein, dass ich damals auch zum ersten Mal Toots & The Maytals hörte. Auf die Reggae-Schiene kam ich aber erst 2005, als ich in Freiburg die Uplifters mitgründete.

Die eindrücklichste Version kam allerdings von der mir damals völlig unbekannten Band The Black Crowes. Die genaue Aufnahme finde ich bei YouTube nicht, aber sie spielen auch heute noch gut:

Running my own web servers

There are excellent shared web hosting providers out there. Personally I prefer and recommend Uberspace and domainFactory, if you are located in Europe and you speak German, and DreamHost, if you are living in North America. But even these are not perfect.

While researching WordPress topics, I constantly noticed mentions of nginx, PHP-FPM, APC and memcached. Also, people are talking about fast WordPress site. Like, really fast. I wanted that, too, but a shared hosting provider can’t deliver this. Maybe DreamHost’s DreamPress WordPress hosting service does, but considering the number large of sites I manage, it’s too expensive for me.

So I began researching about how to set up my own web server. Many of the better tutorials I found on digitalocean.com. Only later I discovered that DigitalOcean offers Virtual Private Servers in several data centers around the world for a very good price. And today, I am a happy customer of theirs with VPSs in Frankfurt, Germany and San Francisco, USA – for my German and my Mexican clients respectively.

I will not post a detailed tutorial about how to set up a web server, many others have done this before me. But I’d like to link to all the resources that I found useful. These will give a head start to anyone who wishes to try this herself.

If you find anything that’s stupid, ridiculous or even dangerous, please drop me a note!

Read more…

Wichtiger als Facebook und WhatsApp

Vor zwei Monaten startete ich das Experiment "ohne Taschencomputer geht's doch auch". Ich verkaufte mein iPhone an meine Freundin und begnügte mich mit einem Notfalltelefon für Telefonate und SMS. Ich durfte aber ihren iPod Shuffle nutzen, und mir blieben natürlich noch mein MacBook Air und ein Kindle.

Spätestens Weihnachten war leider klar, dass das Experiment gescheitert war. Nicht wegen fehlender Direktnachrichten oder Facebook, sondern wegen zwei ganz anderer Apps.

Anki

Seit letztem Sommer lerne ich Vokablen, zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt. Spanische Vokabeln natürlich, und zwar mit der unfassbar großartiken Anki-App (Danke @scy für den Tipp!). Je mehr Vokabeln ich lerne, desto größer ist mein aktiver Wortschatz desto weniger anstrengend ist jede Unterhaltung, die ich hier vor Ort führe.

In den letzten zwei Monaten wurden die Unterhaltungen zunehmend anstrengender. Anki hat auch eine Desktop-App, diese ersetzt aber nie das spontane 5-Minuten-zwischendurch Vokabellernen an Bushaltestelle, zwischen Unterrichtsstunden, im Park, morgens im Bett… Ich bin ja selbst über meinen Lernhunger erstaunt, aber mit Anki klappt's halt auch.

Allein dafür lohnt sich der Computer in der Hosentasche.

Podcasts

Der iPod Shuffle ist wirklich ein nettes kleines Gerät, für Podcasts ist er aber nicht gemacht. Wenn ich nicht gerade auf den Bus warte sondern drinsitze, wenn ich auf dem Fahrrad unterwegs bin, im FLugzeug, beim Geschirrspülen, dann höre ich Podcasts. Also brauche ich auch ein vernünftiges Gerät, um sie abzuspielen.

q.e.d.

Fazit

Ohne Telefon geht, ohne ein paar essentielle Programme nicht. Neben Anki und einer Podcastapp würde ich auch die immer verfügbare Fotokamera dazuzählen. Ziemlich genau die Dinge, von denen ich schon anfangs wusste, dass sie mir fehlen würden.

Gestern habe ich mir ein neues Telefon gekauft, was noch eine Geschichte für sich sein wird. Heute lerne ich wieder Vokabeln und genieße meine Podcasts und werde von Direktnachrichten nur so überschwemmt. o.O

Mein 31C3 beginnt *jetzt*

Ein großer Nachteil eines Lebens in Mexiko ist die Ferne zu Deutschland. Insbesondere den diesjährigen Chaos Communication Congress habe ich doch sehr vermisst. Stattdessen musste ich im Strand spielen.

FlowFX muss Urlaub am Strand machen

Deshalb beginnt mein 31C3 genau jetzt mit den Aufzeichnungen auf media.ccc.de.

Welche Vorträge empfhielt ihr mir?

Schon gesehen habe ich:

Was fehlt?

Freiheit für Laurence Maxwell Ilabaca

Letzten Donnerstag wurde auf einer Großdemo Moro, ein befreundeter Musiker, als einer von insgesamt 16 willkürlich festgenommen und sitzt seitdem im Gefängnis. Es liegt nun an seinen Freunden und seiner Familie, seine Unschuld zu beweisen.

Mangels verlinkbarer Alternative hier eine Stellungnahme des Komitees Freiheit für Laurence Maxwell Ilabaca.

Zweites offizielles Communiqé des Komitees Freiheit für Laurence Maxwell Ilabaca

“An die allgemeine Öffentlichkeit,

Am 20. November fand in Mexiko Stadt eine weitere Demonstration für die 43 verschwundenen Studenten aus Ayotzinapa statt. Die Demonstration wurde von einer Breite an Menschen getragen, die in der Geschichte Mexikos seines Gleichen sucht. An ihr nahm die Zivilbevölkerung, studentische Bewegungen, Familien und Kinder teil. Alle taten sie ihre Unzufriedenheit kund ob der desolaten sozialen und politischen Situation in Mexiko. Ebenso haben sich weltweit tausende Personen der Proteste angeschlossen.

Im Kontext dieser Proteste versucht die Mexikanische Regierung diesen jegliche Legitimität zu nehmen und die Mobilisierungen zu kriminalisieren. Dies zeigen die willkürlichen und gewalttätigen Verhaftungen, wie sie auch Laurence Maxwell Ilabaca zu spüren bekommen hat. Maxwell ist ein anerkannter Akademiker und Student mit einem Doktortitel mit Auszeichnung im Literarischen Institut der UNAM (Universidad Autónoma Nacional de México, Nationale Autonome Universität Mexiko). Maxwell befand sich am Abend des 20. November in der Nähe des "Zócalos" der Hauptstadt und war mit seinem Fahrrad unterwegs, als er verhaftet wurde.

Laurence Maxwell wird kein fairer juristischer Prozess gemacht, im Gegenteil, dieser enthält einige Unklarheiten und Rechtswidrigkeiten: 
 Maxwell wurde nicht, wie üblich, zuerst zur Staatsanwaltschaft der Delegation Cuauthémoc, sondern direkt der Spezialabteilung für organisierte Kriminalität (SEIDO) überführt. Dies ist bereits der erste Hinweis darauf, dass die polizeilichen Handlungen als irregulär bezeichnet werden müssen. 
 Später wurde ihm ein Pflichtverteidiger zugewiesen, welcher selbst der anklagenden Stelle, der Procuradoria General de la Republica, PGR, untersteht. Der Pflichtverteidiger, Rafael Lomas Loya, verweigert jegliche Information bezüglich Maxwell an Personen, die nicht seiner Familie angehören. Er legt mit dieser Informationssperre eine feindselige Haltung an den Tag, wohlweisslich, dass Laurence Maxwell, gebürtiger Chilene, über keine Familie in Mexiko verfügt.

Als dritten Punkt in den Irregularitäten im Verfahren gegen Maxwell ist zu berichten, dass das Gesuch um den Austausch des Verteidigers zu erwirken, nicht akzeptiert wurde. Dies, obwohl Alejandro Jiménez, Anwalt des Mexikanischen Institutes der Menschenrechte (Instituto Mexicano de Derechos Humanos) mehrmalige Anstrenungen in dieser Sache unternommen hatte. Bis heute wird dieses Gesuch abgelehnt, ebenso wurden zwei Rekurse mit dem gleichen Begehren abgewiesen.

Schliesslich wurde Laurence Maxwell um 07 Uhr morgens des 22. Novembers in das Hochsicherzeitsgefängnis CEEFERESO Nummer 5, (Centro Oriente, Villa Aldama) in den Bundesstaat Veracruz überführt – ohne eine Begründung und ohne seine Familie davon zu unterrichten.

Laurence Maxwell ist eine anerkannte akademische und künstlerisch tätige Persönlichkeit. Er befindet sich nun in einem Hochsicherheitsgefängnis, bekannt unter dem Namen "El Perote". In diesem Gefängnis befinden sich die gefährlichsten Personen des Landes, was uns sehr besorgt zurücklässt bezüglich der Wahrung der psychischen und physischen Integrität von Laurence Maxwell.

Ohne Beweise vorlegen zu können, werden Laurence Maxwell Delikte wie Aufstand, versuchter Mord und Verbindungen zum organisierten Verbrechen angelastet – ohne sein legitimes Recht auf eine angemessene Verteidigung und bis heute ohne Kontakte nach Aussen.

Diese Verhaftung hängt mit einer Serie von willkürlichen Festnahmen zusammen, die im Zusammenhang der Mobilisierungen für die Studenten von Ayotzinapa organisiert wurden.

Wir fordern die Chilenische Regierung dazu auf, dringliche und effektive Massnahmen zu ergreifen, um die sofortige Freilassung von Laurence Maxwell zu erwirken, der sich in einem ordnungswidrigen Prozess befindet, in welchem jegliche Beweise für eine Straftat fehlen und die Grundrechte fundamental verletzt.

Das Arbeitskomitee für die Freiheit von Laurence Maxwell solidarisiert sich mit den Familien und Freunden der Inhaftierten vom 20. November und mit den Familien der 43 Verschwundenen, von denen seit fast zwei Monaten jegliche Spur fehlt.

Schliesslich rufen wir Studenten, Akademiker, Künstler, das Chilenische Volk und die Internationale Gemeinschaft dazu auf, sich mit unseren Anliegen zu solidarisieren und Druck aufzusetzen, damit die Wahrheit ans Licht kommt und Gerechtigkeit geübt wird.

Sofortige Freilassung von Laurence Maxwell Ilabaca!”