What if the entire future is full of only horrible, boring things?

In den letzten Wochen spülen mir meine Timelines immer öfter Texte von Menschen mit Depressionen zu. Das finde ich sehr schön. Je mehr wir darüber reden, desto besser können wir ein allgemeines Bewusstsein schaffen, was alleine schon den Betroffenen hilft.

Mir selbst fehlen bis heute die Worte, um meine eigene Geschichte aufzuschreiben. Vielleicht erstmal in kurz? Im August 2009 habe ich einsehen müssen, dass ich Hilfe brauchte. Mein Leben hatte ich schon länger nicht mehr im Griff, egal was der äußere Anschein war. Ich hatte großes Glück, direkt einen Termin bei einem Psychotherapeuten um die Ecke zu bekommen, den ich bis Frühling 2012 regelmäßig besuchte. Seit Dezember 2009 nehme ich auch Antidepressiva, glücklicherweise mit nur wenigen Nebenwirkungen. Seitdem weiß ich: das Zeug hilft! Es half mir beispielsweise dabei, die Therapie überhaupt wirken zu lassen. Wieder normale Gefühle zu entwickeln. Oder ganz profan: den Hof kehren zu können.

Nun ja. Seitdem ist einiges passiert. Im Großen und Ganzen geht es mir sehr gut. Die Medikamente nehme ich weiterhin, und depressive Episoden kommen auch ab und an vor. Das ist alles ziemlicher Mist, aber es war schon schlimmer.

In persönlichen Gesprächen rede ich sehr offen über meine Krankheit. Die wichtigsten Ratschläge, die ich jedem immer ans Herz lege sind:

  1. An Depressionen Leidende brauchen professionelle Hilfe. Als Freunde oder Familie könnt ihr letztendlich leider nicht viel helfen.
  2. Medikamente helfen! Sie ermöglichen wieder ein normales Leben zu führen. Nicht mehr und nicht weniger.

Im Netz fehlten mir wie gesagt bisher die Worte. Vielleicht ist das hier der Anfang? Auf jeden Fall möchte ich hier im Blog die Texte sammeln, auf die ich so stoße. Ein Was-zum-Lesen-Depri-Spezial also. Fangen wir an.

Die Dame in schwarz

Die eindrücklichste Beschreibung dessen, was während einer depressiven Episode in einem vor sich geht, die ich bisher gelesen habe, stand auf scilogs.de und hieß Die Dame in schwarz. Stand, weil der Text nicht mehr online ist. Schade. Ich würde mich sehr über eine Kopie davon freuen!

My fish are dead

Gleiches Thema, anderes Blog. Auf englich - natürlich - so wie fast alles, auf das ich dieser Tage stoße. Lest diesen Text auf keinen Fall in Pocket oder Instapaper! Die Zeichnungen sind viel zu gut dafür. Ich finde hier sehr viel Bekanntes wieder. Der Weg zurück in die normale Welt war bei mir anders, und Selbstmordabsichten hatte ich auch nie, aber wenn mich irgendwer fragen würde, wie sich Depressionen anfühlen: Depression part two ist der Text dazu.

Don’t try to fix things.

Ob meine Depressionen Mitschuld am Scheitern von mittlerweile zwei Beziehungen hatten? Keine Ahnung. Ich denke nein. Und ich habe große Angst dass Ja.

Make sure you take care of your own needs and do things for yourself that make you happy.

So sieht's aus. Ihr könnt nämlich eh nichts machen. Denke ich. Weiß ich nicht. Da arbeite ich noch dran. Bis dahin, orientiert euch an Suggestions for Spouses Whose Partner Is Depressed.

Danke fürs Lesen!