Skip to main content

Die Band formiert sich

Dieser Eintrag erschien zuerst auf www.soundgenerators.de

Die Idee der Sound Generators ist nun eine knappe Woche alt. Vier Fünftel der Besetzung stehen fest, der Dropbox-Ordner mit Riddim-Vorschlägen beinhaltet jetzt schon 64 Dateien, und das erste Engagement ist eingetütet. Die Webseite steht, Facebook und Twitter sind aktiv, bleiben eigentlich nur noch erste Live-Aufnahmen, um das ganze hier etwas interessanter zu gestalten.

Wer ist nun dabei? Samson dürfte in der Freiburger Reggae-Szene allgemein bekannt sein. Hey Joe! ist Drummer der fantastischen Backa Soul Formation aus Mannheim, die mich in meinem nordbadischen Exil zumindest temporär als Posaunist aufgenommen haben. Tamrin vom Collynization Soundsystem zupft den Bass, und der Gitarristenposten wird sicher ebenso hochkarätig vergeben werden.

Nächste Woche werden Samson und ich erstmal wieder an die Bläserarrangements für Leo Fairii arbeiten, und Mittwoch selbstverständlich das Kamikaze unsicher machen. Stay tuned!

[gallery link="file" columns="2" orderby="rand"]

A new toy

Yesterday I finally managed to by a power supply for the guitar-multi-effect-gismo I lended from a friend. This one here: Fun thing that happend at the electronics store: On the power supply's packaging it was not noted, whether it provides AC or DC current. So I asked someone from the store's staff: "Well, does it provide AC or DC current?" - "Why? Does it matter?" is what he answered...

So last night before the rehearsal I tried out the Korg thingy, attaching it to the rehearsal room PA and a Shure microphone. It works. Although it is quite hard to hear the effects when you're playing the trombone at the same time, I am pretty sure I will use it on stage soon. Some details maybe: The Korg needs a 9V DC power supply. It has one input and one to two (stereo anyone?) output plugs, and one for a volume pedal. I am not sure how good the built-in pre-amplifier works. I'll have to test it some more. Testing will hopefully be easy as the gismo also has a headphone output which I can plug directly into my Macbook and record it. Maybe that way I can asses the different sounds.

There is another device sitting on my desk at the moment:

But I don't know yet, if it works. Next week maybe.

26c3

Two weeks ago, between Christmas and New Year's, I attended the 26th Chaos Communication Congress (26c3) in Berlin, the anual hackers conference organized by the Chaos Computer Club. I had never been to any c3 before, and I didn't know anyone else attending. So I was rather excited about what would happen there.

Long story short: It was a very inspiring experience. I saw and met many people with (on the first glance) crazy ideas, who didn't wait but just acted on those ideas (e.g. 3d-printing at home, finally playing well known game shows with interesting questions, or saving Wikipedia).

One of the most interesting talks for me personally was Audrey Penven speaking about "Photography and the Art of Doing it Wrong", the essence of which was: Whenever you do something, and you make a mistake, or the technology fails you, try looking on the bright side and explore the possibilities these mistakes offer. Audrey talked a lot about doing photography in ways everyone else would consider wrong. But by doing it wrong, she - and many others - create wonderful art you couldn't do any other way. Too see what I mean you should look at Audrey's webpage and download the recording of her talk.

btw: Almost every talk at 26c3 was recorded and can be downloaded from the conference webpage.

To further illustrate this, I am happy to present one creative mistake myself. Of course it's a musical recording, specifically an early rehearsal recording of our keyboarder's top hit single "It's Not You". Here, her voice is amplified via a bass guitar amp only because the rehearsal room PA was not there that night. This makes for a great and very fitting sound in this song, and we'll have to play with that kind of stuff much more often I think. Here you go:

[soundcloud url="http://soundcloud.com/duckedbones/its-not-you" params="show_comments=true&auto_play=false&color=8b3935" width="100%" height="81" ]

Note: This song is not (yet) Creative Commons licenced as it is not my own work!

Wuff! Ouch! Lächel!

Hund: "Wuff!" Ich: fall "Ouch" (denke: Was läuft mir dieser Scheißköter auf dieser scheißglatten Straße einfach so vors Fahrrad?) Er: runzel (denkt: Will der scheiß Radfahrer etwa meckern?) Ich: (denke: Selbstschuld! Was bremst du auch für nen Hund?) grins "Mmh, da bin ich wohl zu schnell gefahren." Er: lächel "Joh, ist mir bei dem Wetter auch schon mehrmals passiert." Ich: lächel Er: lächel Ich: "Tschüß" Er: "Tschüß"

"Ugly Man" - new original ska tune

"Ugly Man" is an original ska tune by me with help from The Uplifters & Block Ice Horn Section. Lyrics are from a crime don't come alone. It was first performed November 21st 2009. The recording so far is a rough rehearsal recording without lyrics, solos or such:

Here's the Ugly Man - Lead Sheet. The arrangement goes somewhat like this:

  • A (horns only) A B A (Intro plus theme)
  • A B A (verse 1)
  • A B A (verse 2)
  • C - a capella part
  • A A B A (theme)

Riddim - Rock On - Garage Band version

Here's a new riddim idea. It's a song mostly in A major, based on the classic changes to C and D. Got the idea from King Floyd's / The Blues Brothers' "Groove Me". Haven't played it with my band yet, so I'm still curious what it will sound like.

[soundcloud url="http://soundcloud.com/duckedbones/rock-on-garage-band-version-0-1" params="show_comments=true&auto_play=false&color=1a7321" width="100%" height="81" ]

Here's the Rock On - Lead Sheet.

Lebenszeichen aus Norwegen - 07 - The End

Hallo.

Ich bin zurück in Deutschland, seit ein paar Tagen schon, und genieße die Behaglichkeit von vernünftigem Essen, verständlichem Fernsehen und kostenlosen Duschen.

Der Flug von Kirkenes zu Oslos nächstgelegenem Flughafen verlief problemlos. Der erhoffte Totalschaden am Rad - zwecks Versicherungsfall - blieb vollkommen aus. Erster Eindruck in Südnorwegen: Das Wetter war nicht groß anders, dafür aber 10 Grad wärmer. Da macht auch Regen wieder Spaß. Auf dem Weg nach Oslo übernachtete ich noch eine Nacht bei einem Kumpel aus Trondheim, der dort einen Sommerjob hat. Oslo war auch ganz nett, es schien nämlich die Sonne.

Das Wetter blieb gut, so dass sogar ich die Fährfahrt genießen konnte. Ich saß sehr lange an Deck und bewunderte die Stadt und den Oslofjord in tollem Licht. Der Abschied von Norwegen war sehr traurig. Ich kann nur die Nationalhymne zitieren: Ja, ich liebe dieses Land!

Die Nacht in der vereinsamten Viererkabine war sehr erholsam. Ab dem nächsten Morgen schloss sich eine schnelle Fahrt durch Dänemark an. Einziges Ziel: Flensburg. Dänemark ist wirklich toll! Hübsche Orte, gute Straßen und exzellente Radwege. Der Kontrast zu Deutschland ist enorm. Fazit: Die Kommunen sind tatsächlich pleite, und deutsche Radwegeplaner fahren Auto.

Nach einem netten Abend in Flensburg schlossen sich ein paar Tage Verwandten- und Freundebesuch an. Das war gut. Da gab es viel Kaffee und Kuchen. Und gutes deutsches Grillfleisch. Das ganz normale Sommerleben also.

Mitte nächster Woche fahre ich mit dem Zug zurück nach Freiburg. Heute nachmittag sorge ich dafür, dass ich die nächsten Tage faul vor dem Fernseher liegen darf. Ich nehme am 3. Munsteraner Triathlon teil, nachdem ich monatelang nicht gelaufen geschweige denn geschwommen bin. Das wird sicher ein großer Spaß :-/ und ne Menge Muskelkater.

Ich bin jedenfalls nun glücklich, zu Hause zu sein. Ich hoffe, meine Briefe von unterwegs haben Euch ein wenig gefallen. In einiger Zeit werde ich auch dafür sorgen, dass ihr alle die Bilder zu sehen bekommt, die noch in der Entwicklung sind. Aber, Geduld!

Gruß Florian Munster 20.08.05

Alle Fotos von der Reise.

Lebenszeichen aus Norwegen - 06 - A Night In Tunesia

Hallo.

Ich bin am Ende. Wenigstens von meiner Norwegenreise. Ich sitze nun in Kirkenes in der Bibliothek und staune ueber das Sommerwetter. Das gab es in letzter Zeit sowieso nur an Ruhetagen, deswegen auch heute. Morgen geht mein Flieger nach Oslo.

Der Titel dieser Email bedarf denke ich einer Erklærung. Ich sass also vor ein paar Tagen in Børselv vor dem Supermarkt beim Fruehstueck. Neben mir ein Dorfalter, der mich natuerlich gleich angesprochen hat. Im Verlaufe des Gespræchs meint er, Porsanger - die dortige Kommune/Gemeinde -, sei die trockenste Norwegens. Der Jahresniederschlag sei vergleichbar mit dem in der Sahara. Dummerweise hatte es die ganze Nacht durchgeregnet, und auch an dem morgen trøpfelte es noch ordentlich vom Himmel. Die Statistik muss also schon etwas ælter sein. Wer nun meint, Tunesien hætte gar kein Stueck der Sahara, der mag recht haben. Weiss ich nicht. Es war aber der beste Titel, der mir dazu einfiel.

Den Titel der letzten Email møchte ich uebrigens offiziell in "Riders On The Storm" ændern. Das passt viel viel besser. Ich wundere mich immernoch, wieso ich da nicht frueher drauf gekommen bin.

Kurz nachdem ich die eben genannte Email aus Honningsvåg geschickt hatte, rief mich Arne an, ein Norweger den ich in Alta getroffen hatte. Er lud mich ganz frei auf seine Hytte, 80km nørdlich von Alta, ein. Damit war der Plan fuer die næchsten Tage gemacht. Ich fuhr noch zwei Tage gegen den Wind, der auf dem Hinweg noch in die andere Richtung geblasen hatte. Dann verbrachte ich zwei erholsame Næchte auf Arnes Hytte im Wald. Nach ueber drei Monaten konnte ich auch endlich wieder eine Sauna geniessen!

Die meisten Norweger haben ihren festen Urlaubsort. Entweder haben sie ne Sommerhytte, oder einen Wohnwagen irgendwo stehen. Arne ist nun im Urlaub in sein leerstehendes Elternhaus gezogen. Das liegt, gluecklich fuer mich, auf dem Weg nach Kirkenes! :) Durch noch ein wenig Regen, und Wind natuerlich, bin ich also in gemuetlichen vier Tagen nach Varangerbotn am Varangerfjord geradelt. Drei Sachen sind erwæhnenswert: Die Bib in Lakselv, einem ansonsten æusserst tristen Ort, ist sehr nett. Dort habe ich lange gesessen, Emails geschrieben und mit der Bibliothekarin geplaudert.

50km hinter dem schon erwæhnten Børselv findet sich der waldreiche und hæuserarme Ort Kunes. Jeder, der mal dort durchkommt, muss einen Blick in "Eli's Sommerkaffè" werfen! Dort gibt es guten, guenstigen Kaffee, und noch bessere, frisch gebackene Waffeln. Ausserdem die Chance auf nette Gespræche mit dem Hausherren Edmund, ein etwas kauziger Typ. Das tollste sind natuerlich die Sofas, und ganz wichtig: Es ist warm dort! - Radler brauchen nicht viel um gluecklich zu sein..

30 km hinter Kunes beginnt das Ifjordjell, eine Bergregion wie viele andere. Aber die schønste, die ich bisher in Finnmark erlebt habe. Dazu beigetragen hat natuerlich wiedermal auch das Wetter. Es hat nicht geregnet, und der Wind hielt sich in Grenzen. Dann geht alles viel viel leichter!

In Varangerbotn, wieder bei Arne, hatte ich wieder eine sehr gute Zeit. Am ersten Abend gab es natuerlich die obligatorische Sauna. Bei Arnes Kumpel Kåre sassen wir dann noch bis 4 bei Bier und Wodka - ich habe mich diesmal vornehm zurueckgehalten. Ehrlich. Der næchste Tag, letzten Sonntag also, brachte wunderschønes Wetter mit Wærme und Sonnenschein. Ist klar, ich bin ja auch nicht geradelt. Das schønste Ereignis des Tages war mal wieder das Abendessen. Es gab gebratenen Lachs mit allem was dazu gehørt. Køstlich!

Zwei Tage bin ich dann noch durch mehr oder minder ungemuetliches Wetter Richtung Osten gefahren. Mittlerweile brauche ich abends im Zelt meine Stirnlampe, um vernuenftig schreiben zu kønnen. Es wird also auch hier Winter! Die Mitternachtssonne ist schon lange nicht mehr zu sehen. Am Nordkapp hætte ich nochmal eine Chance gehabt, die Wolken waren aber dagegen. So muss ich mich mit dem einmaligen Abend auf der Insel Senja, am Tag vor Tromsø, zufrieden geben. Dort war ich den ganzen Abend hindurch geradelt. Um 22 Uhr musste ich meine Schirmmuetze aufsetzen - die Sonne blendete! Gegen halb eins war ich an der Nordspitze der Insel angekommen. Dort gab es einen kleinen Sandstrand, flaches Gras, sogar eine Toilette (Toilette heisst hier meistens Plumpsklo), und die freie Aussicht nach Norden. Dort stand die Sonne. Und ging nicht unter! Kurz nach eins bewegte sie sich schon wieder nach oben. Ich ging zu einer nicht ungewøhnlichen Zeit schlafen, die Sonne schien trotzdem in mein Zelt! :) Das war schon ein besonderer Abend.

Gestern war auch nochmal ein sehr netter Tag. Am Ortseingang von Kirkenes habe ich Fritz aus Heidenheim getroffen. Wie das so kommt, haben wir abends gemeinsam unser Lager aufgeschlagen. Suedlich von Kirkenes gibt es ein recht grosses Naherholungsgebiet, in dem es ausdruecklich unerwuenscht ist, ... længer als zwei Næchte zu campen. Das war natuerlich schøn, und mit den Tipps der Einheimischen fanden wir einen wunderschønen See in den Huegeln. Die Zelte stelten wir auf dem Sandstrand auf. Das Wasser war sehr angenehm fuer die Abenddusche. Schwimmen wollte ich aber doch nicht darin. Zu zweit macht das Abendessen auch viel mehr Spass. Zum Fruehstueck kam die Sonne tatsæchlich raus. So dass ich jetzt noch ein paar Stunden gemuetlich in der Stadt verbringen werde, viel Cola fuer die Benzinflaschenreinigung kaufen werde, und mich nachher auf dem Campingplatz recht nah am Flughafen einmieten werde.

Ich freue mich auf hochsommerliche Tage in Dænemark und Schleswig-Holstein. Und wenn es die nicht gibt, ist wenigstens das Bier billiger und besser.

Die næchste und letzte Massenmail kommt aus Deutschland!

Alles Gute bis dahin, Florian Kirkenes, 10.08.05

Weiter >> Lebenszeichen aus Norwegen - 07

Lebenszeichen aus Norwegen - 05 - In The Midnight Hour/Let The Sunshine In - (Medley)

Hallo.

Ich war am Nordkapp! Ob es sich gelohnt hat? Ansichtssache. Fuer mich ja. Es war der krønende Abschluss einer verrueckten 2-Tagesetappe. 289km bin ich am Stueck gefahren, durch die Nacht. Auf den letzten 140km hatte ich Gegenwind, die letzten 30 von Honningsvåg verwøhnten mich mit Regen und Sturmbøen! Teilweise musste ich berghoch und gegen den Wind schieben. Gesehen habe ich auch nichts. Eine einzige Nebelsuppe, stundenlang. Die Strasse geht auch immer auf und ab. Aber irgendwann tauchen aus diesem nichts ein paar Huetten auf, wo man auch noch 25€ Eintritt zahlen soll. Ausser man ist Radfahrer! Kurz danach sass ich dann bei einem Kaffee in einem schøn warmen Gebæude und war gluecklich.

Eine Nacht im Zelt habe ich ausgehalten. Am næchsten Tag habe ich aber zusammengepackt, bevor ich den Nachmittag in den Nordkapphallen verbracht habe. Der Wind hatte in der Nacht nochmal zugenommen, ein Wetter fuer das mein Zelt nicht gebaut ist. Es hat sich dennoch wacker geschlagen, drinnen ist nichts nass geworden. Kalt war es aber ausserdem. Gestern abend bin ich 24km durch den Sturm geradelt. Vøllig verrueckte Tour. Eisig kalt, ich wurde einmal gegen die Leitplanke gedrueckt, bergab war Gehen sicherer! Gut, dass ich wusste, wo sich eine Art Hytten-Schlafsaal-Juhe befindet. Vøllig verfroren kam ich dort kurz vor Toresschluss an. Mein abendliches Bier konnte ich mit einem hollændischen Zimmernachbarn teilen. Die Dusche und die Nacht in einem richtigen Bett waren genial!

Jetzt bin ich kurz in Honningsvåg, zum Einkaufen und Emailsschreiben. Morgen geht es weiter, wie und wohin werde ich mir heute Nacht ueberlegen.

Der Betreff-Titel passt ganz offensichtlich nicht zum Text. Ich hatte ihn ja aber angekuendigt.. Das gesuchte Ereignis war natuerlich die Mitternachtssonne. Gewonnen hat niemand. Mehr dazu schreibe ich vielleicht, wenn ich mehr Ruhe und Zeit habe. In Kirkenes eventuell? Hier im Souvenierladen kosten die Internetminuten ein Vermøgen.

Alles Gute, Florian Honningsvåg, 30.07.05

Weiter >> Lebenszeichen aus Norwegen - 06